Bio
Den Körper, das Symbol und die Abwesenheit erforschen.
Künstlerbiografie

Ian Mont (Yamil Rodríguez Montaña, Puerto Padre, Kuba, 1972) ist ein bildender Künstler, dessen aktuelles Werk sich auf materielle Malerei konzentriert, geprägt von Symbolik und expressiver Gestik. Seine künstlerische Ausbildung begann früh als Lehrling in Werkstätten kubanischer Maler. Später studierte er von 2001 bis 2006 Fotografie am Instituto Superior de Arte (ISA) in Havanna, wo er auch mit Konzeptkunst, Installation und Video experimentierte. In den 1990er und frühen 2000er Jahren nahm er an zahlreichen Einzelausstellungen und Gruppenausstellungen in Kuba teil.

Im Jahr 2006 erhielt er ein Stipendium der Fundación Carolina, das ihn nach Spanien führte. In diesem Moment beschloss er, nicht auf die Insel zurückzukehren, und begann ein Exil, das einen vitalen und künstlerischen Bruch bedeutete. Der Großteil seines früheren Werks ging verloren oder wurde zerstreut, und über ein Jahrzehnt lang trat die Malerei in den Hintergrund, während er in verschiedenen Berufen arbeitete, um zu überleben.

Die künstlerische Wiedergeburt kam 2018, als er mit neuer Energie zur Malerei zurückkehrte. Seitdem hat sich sein Werk zu einer eigenen Ästhetik entwickelt, die Einflüsse des abstrakten Expressionismus und Neoexpressionismus verbindet, mit klaren Bezügen zu Künstlern wie Jean-Michel Basquiat, Willem de Kooning und Antonia Eiriz.

Ian arbeitet auf Trägern wie Sackleinen, rohen Leinwänden und vorbereiteten Stoffen, erforscht industrielle Materialien und eine intensive materielle Aufladung. Seine Malerei wird zu einem Raum symbolischer Konfrontation, in dem sich Exil, Verlust, politische Sprachgewalt, verdrängte Körper und die Entsakralisierung religiöser und nationaler Symbole kreuzen.

Derzeit lebt er in Barcelona, von wo aus er ein kritisches, viszerales und tief poetisches Werk produziert, das von der Erfahrung der Entwurzelung geprägt ist.